Jedes zweite Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie rechnet damit, in diesem Jahr Arbeitsplätze streichen zu müssen. Dies sagte Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser WELT ONLINE. Schon in den Monaten November und Dezember habe der Stellenabbau begonnen. Die Lage sei “dramatisch”.
Der Metall- und Elektrobranche steht ein gewaltiger Stellenabbau bevor. „Rund die Hälfte unserer Unternehmen bundesweit rechnet damit, Personal in diesem Jahr abbauen zu müssen“, sagte Martin Kannegiesser, Präsident des Branchenverbandes Gesamtmetall, WELT ONLINE.
Nach zweieinhalb Jahren Beschäftigungsaufbau habe die Branche im November und Dezember erstmals wieder Jobs verloren, insgesamt 13.000, sagte Kannegiesser. „Dies wird sich leider fortsetzen, trotz aller Bemühungen, Beschäftigung zu sichern“. Die Zahlen seien dramatisch. „Im vierten Quartal haben unsere Firmen 25 Prozent weniger Aufträge als im Vorjahreszeitraum bekommen – das ist ein regelrechter Absturz.
Die Produktion ist um acht Prozent gesunken, und der Rückgang wird sich noch beschleunigen. Die Kapazitätsauslastung lag im Januar bei 76,6 Prozent - ein Rekordtief, und die Tendenz ist weiter fallend“, sagte der Gesamtmetall-Präsident. Wenn die jetzige Talfahrt so weiter gehe, kündigte Kannegiesser an, „wird man mit Kurzarbeit nicht weiter als bis zum Herbst kommen“.
Quelle: Welt.de